Atimo – Goriška Brda, Slovenien
Slowenien · Goriška Brda · Naturwein
Atimo – Wein mit eigener Handschrift
Manche Weinprojekte beginnen mit einem Familienweingut. Atimo beginnt mit einer Überzeugung: Gute Trauben brauchen vor allem die Freiheit, ihren Charakter zu zeigen. Hinter dem Namen steht Filip Koletnik, ein in Kranj beheimateter Weinmacher, der seinen eigenen Weg zum Naturwein gefunden hat.
Der Mensch hinter Atimo
Filip Koletnik zeigt, dass eine klare Vorstellung von Wein nicht an den Besitz eines eigenen Weinguts gebunden ist. Sein Projekt entstand ohne eigene Rebflächen und ohne eigenen Weinkeller. Stattdessen arbeitet er mit Trauben von ausgewählten Weinbauern und nutzt angemieteten Kellerraum. Im Mittelpunkt stehen die Auswahl des Leseguts und eine persönliche, zurückhaltende Art der Weinbereitung.
Die Herkunft: Goriška Brda
Für die Geschichte von Atimo spielt Goriška Brda im Westen Sloweniens eine zentrale Rolle. Aus dieser Weinregion stammen die Trauben des bei uns geführten Atimo. Das Projekt verbindet diese Herkunft mit Koletniks eigenständiger Interpretation von Naturwein. Sein Schaffen reicht darüber hinaus: Auch Weine aus Istrien gehören zu den Atimo-Verkostungen in Kranj.
Die Philosophie: Vertrauen in die Traube
Filip Koletnik folgt einer einfachen Überzeugung: Die besten Dinge sind natürlich. Für ihn ist die Traube in sich vollkommen und enthält bereits alles, was ein guter, gehaltvoller Wein braucht. Deshalb möchte er den Prozess von der Traube zum Wein so wenig wie möglich beeinflussen. Nicht die Technik soll den Charakter bestimmen, sondern das Lesegut und seine natürliche Entwicklung.
Die Vinifikation: Zeit statt Abkürzungen
Die offizielle Atimo-Website beschreibt eine sorgfältige Handlese der reifsten und gesündesten Trauben aus biodynamisch bewirtschafteten Weingärten. Anschliessend bleiben die Trauben bis zu neun Monate auf der Maische in gebrauchten Tonneau-Holzfässern mit 550 Litern Fassungsvermögen. Für die Gärung werden ausschliesslich traubeneigene beziehungsweise natürlich vorkommende Hefen eingesetzt.
Danach reift der Wein mindestens zwölf Monate auf der Hefe in gebrauchten Eichenfässern. Die Abfüllung erfolgt mithilfe der Schwerkraft. Atimo verzichtet auf Wärme- und Kältestabilisierung ebenso wie auf Schönung und Filtration. Diese auf der Website beschriebene Arbeitsweise steht für Geduld und möglichst wenige Eingriffe im Keller.
Der Wein: goldgelb, lebendig und eigenständig
Atimo beschreibt den daraus entstehenden Wein als lebendig und goldgelb, mit komplexer Aromatik, kräftigem, mineralischem Geschmack, gehaltvollem Körper und langem Nachhall. Die bewusste Entscheidung für einen unfiltrierten Wein gehört dabei ebenso zur Handschrift wie der lange Kontakt mit der Maische.
Feinhefe bleibt ausdrücklich in der Flasche. Sie ist Teil des Weins und erklärt seine natürliche Trübung. Atimo empfiehlt, die Flasche vor dem Öffnen umzudrehen, damit sich die Feinhefe wieder verteilt und der Wein in seinem bewusst trüben Stil genossen werden kann. Die empfohlene Serviertemperatur beträgt 12 °C.
Atimo auf einen Blick
Weinmacher: Filip Koletnik
Beheimatet: Kranj, Slowenien
Prägende Herkunft: Goriška Brda
Philosophie: Vertrauen in die Traube und möglichst wenig Eingriffe
Maischekontakt laut Produzent: bis zu neun Monate in gebrauchten 550-Liter-Tonneaux
Reife laut Produzent: mindestens zwölf Monate auf der Hefe in gebrauchten Eichenfässern
Abfüllung: mithilfe der Schwerkraft, ungeschönt und unfiltriert
Besonderheit: bewusst mit Feinhefe in der Flasche
Serviertemperatur: 12 °C
Für neugierige Geniesser
Atimo richtet sich an Menschen, die Wein nicht nur nach vertrauten Kategorien auswählen. Wer Freude an unfiltrierten, maischegeprägten Weinen hat und sich auf eine unverwechselbare Handschrift einlassen möchte, findet hier ein Weinprojekt mit Haltung. Nicht auf Hochglanz poliert, sondern persönlich und eigenständig.




